Rio an der Reeperbahn - neuer Teilnehmerrekord - hochsommerlicher Streckenrekord bei den Frauen
Was für eine Hitzeschlacht! Bei Hochsommerwetter meldeten sich annähernd 6100 Teilnehmer -so viele wie nie zuvor in der Veranstaltungsgeschichte- zur 16. Auflage des hella Halbmarathon an. Fast sieben Minuten dauerte es, bis das Feld die Startlinie überquert hatte. Petrus, zehn Sambabands und die in der Luft liegende WM-Stimmung heizten den Läufern ein. Am Start, Ziel und zwischen Landungsbrücken und Fischmarkt standen die Zuschauer Spalier. Vuvuzelas waren zwar die Ausnahme (was für ein Glück, wird sich mancher gesagt haben...), dafür hupten die wartenden Busfahrer an den Landungsbrücken Beifall. Dort bekamen die Zuschauer gleich zweimal was geboten: Den Läufer- "Lindwurm", der sich nach der ersten Runde noch die Helgoländer Allee hochkämpfen musste (ein bisschen "Alpe d´huez") und etwas später - wortwörtlich auf der Überholspur - die überrundenden Spitzenläufer.
Auf der Reeperbahn morgens um halb zehn
Das gibt es nur einmal in Deutschland und nur in Hamburg: Während die letzten Nachtschwärmer nach durchzechter Nacht mit dem aufrechten Gang kämpfen, rasen direkt daneben die Speedskater mit 40 km/h über die gesperrte Reeperbahn. Kein Wunder, dass der hella hamburg halbmarathon, der am Sonntag zum sechzehnten Mal ausgetragen wurde, zu den attraktivsten Veranstaltungen in Deutschland zählt. Und er ist das teilnehmerstärkste Rennen ohne besonderes Prädikat.

















